Beim Vergleich von herkömmlichen Kupferkabeln mit Glasfaserkabeln fällt es schwer, objektiv zu bleiben, denn die Fakten sprechen für sich. Glasfaserkabel sind Kupferkabeln in nahezu jeder Hinsicht überlegen.
Es ist deutlich schneller als Kupferkabel , bietet eine wesentlich höhere Bandbreite, ist weniger störanfällig und zudem leichter, robuster und langlebiger. Kupferkabel waren zwar in der Vergangenheit ein zuverlässiges Medium, doch Glasfaserkabel gehören zweifellos der Zukunft. Dieser Artikel beleuchtet die zahlreichen Vorteile genauer.
So funktioniert es
Während herkömmliche Kupferdrähte Daten mittels elektrischer Impulse übertragen, besteht ein Glasfaserkabel aus feinen, haarähnlichen Glasfasern, die Lichtimpulse einer LED oder eines Lasers leiten. Dieses Infrarotlicht wird mit extrem hoher Geschwindigkeit an den Fasern reflektiert, und wenn das Signal das andere Ende der Fasern erreicht, wandelt ein optischer Empfänger es wieder in Daten um.
Geschwindigkeit
Die Übertragungsgeschwindigkeit gibt an, wie viele Daten pro Zeiteinheit übertragen werden können. In puncto Geschwindigkeit sind Glasfaserkabel Kupferkabeln deutlich überlegen. Während herkömmliche Kupferleitungen etwa 3.000 Telefongespräche gleichzeitig übertragen können, sind mit Glasfaserkabeln in einem vergleichbaren System rund 31.000 Gespräche möglich.
Bandbreite
Die höhere Geschwindigkeit von Glasfaserkabeln beruht auf den extrem hohen Frequenzen, die sie übertragen können, während die Signalstärke bei Kupferkabeln bei hohen Frequenzen abnimmt. Glasfaserkabel bieten eine mehr als tausendfach höhere Bandbreite als Kupferkabel und können zudem mehr als hundertmal größere Entfernungen überbrücken.
Interferenz
Glasfaserkabel sind zudem deutlich weniger anfällig für Störungen und elektromagnetische Interferenzen als Kupferkabel. Beispielsweise würde die Qualität eines Kupferkabels über eine Strecke von zwei Kilometern erheblich nachlassen, während bei Glasfaserkabeln über dieselbe Distanz praktisch keine Qualitätseinbußen auftreten würden.
Größe, Gewicht und Stärke
Glasfaserkabel sind deutlich dünner und leichter als Kupferkabel, wodurch sie sich effizienter in engen unterirdischen Leitungen verlegen lassen. Sie sind zudem wesentlich robuster – ihre Zugfestigkeit ist achtmal höher als die von Kupferkabeln – und dank Verstärkungselementen und Versteifungen deutlich weniger anfällig für Beschädigungen oder Knicke.
Haltbarkeit
Glasfaserkabel sind extrem robust und bieten eine sehr zuverlässige Datenübertragung. Da ihr Kern aus Glas besteht, leiten sie keinen Strom, sind unempfindlich gegenüber Funkstörungen, können problemlos in Wasser eingetaucht werden und eignen sich aufgrund ihrer geringeren Temperaturempfindlichkeit im Vergleich zu Kupferkabeln auch für deutlich rauere Bedingungen.
Sicherheit
Glasfaserkabel bieten zudem eine höhere Datensicherheit. Sie strahlen keine Signale ab und können nicht unbemerkt angegriffen werden, da das System bei einem Abhörversuch aufgrund des austretenden Lichts ausfällt. Außerdem ist es sicherer, da die gesamte Hardware und Elektronik im Gegensatz zu Kupfersystemen, bei denen Verteilerschränke an verschiedenen Orten benötigt werden, zentral untergebracht werden kann.
Kosten
Möglicherweise hat Kupferkabel gegenüber Glasfaser einen Vorteil beim Preis. Glasfaserkabel sind zwar nicht teurer als Kupferkabel, die benötigte Elektronik jedoch schon. Dies ist allerdings nur ein kurzfristiger Vorteil, da Glasfaserkabel langfristig günstiger sind. Denn Glasfasersysteme werden aufgrund von Marktentwicklungen stetig günstiger, benötigen weniger Hardware, sind wartungsärmer und weisen deutlich weniger Ausfallzeiten auf als Kupfersysteme.
Kraftübertragung
Neben der Datenübertragung ist Glasfaserkabel auch das bevorzugte Mittel zur Stromübertragung. Da es nichtleitend ist und mit Niederspannung arbeitet, ist es deutlich sicherer zu installieren und zu warten und in städtischen Gebieten weniger gefährlich. Außerdem zieht es im Gegensatz zu Kupferkabeln keinen Blitz an und ist wesentlich leichter und langlebiger.
Zukunft
Der Unterschied zwischen Kupfer- und Glasfaserkabeln ist bereits vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Telegrafie und Telefonie, doch in Zukunft wird sich die Glasfasertechnologie exponentiell verbessern.
Glasfasersysteme werden aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und Aufrüstbarkeit bereits in den Backbone-Anwendungen der meisten großen Unternehmen eingesetzt, und in naher Zukunft wird eine Technik namens Wellenlängenmultiplexing ihre Kapazität noch weiter erhöhen, indem sie es ermöglicht, mehrere Kanäle über einen einzigen Faserstrang zu betreiben.
Die Entwicklung hochwertigerer Gläser wird es zudem ermöglichen, Signale noch weiter zu übertragen, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt. Insgesamt lässt sich mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die Glasfasertechnologie, ähnlich wie die digitale Telefonie in der Vergangenheit, dem traditionellen Kupferdraht endgültig den Garaus machen wird.












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